Wirkung der Entstaubung
Die mechanische Reinigung entfernt Ablagerungen aus zugänglichen Kanälen und Bauteilen. Ihr Erfolg hängt von Geometrie, Zugängen, Absaugung und Entsorgung ab. Sichtbar entfernte Stäube belegen keine mikrobiologische Sicherheit, insbesondere bei feuchten Ablagerungen oder Schimmelbefall.
Behandlungsumfang bestimmen
Lüftungsgeräte, Filter, Register, Kondensatwannen und Kanäle erfordern unterschiedliche Maßnahmen. Manche Teile werden ersetzt, andere gezielt gewartet. Vor einer Oberflächendesinfektion über die Luft sind Materialien, Absperrmöglichkeiten und Luftströmungen zu bewerten. Das Kanalvolumen allein sagt nichts über die Biozidverteilung aus.
Partikelfreisetzung beim Wiederanlauf verhindern
Vor der Wiederinbetriebnahme sind Filterintegrität, abgeschlossene Reinigung und lose Rückstände zu prüfen. Luftmengen- und Differenzdruckmessungen erkennen Abweichungen. Methoden aus ISO 14644-3 unterstützen die Bewertung. Eine reine Partikelmessung beweist keine mikrobiologische Reinheit aller Kanaloberflächen.
Nachvollziehbare Dokumentation
Zu dokumentieren sind zugängliche Bereiche, Verfahren, behandelte und ausgeschlossene Zonen, Luftmesswerte und offene Punkte. Entstaubung darf nicht als validierte Desinfektion und Desinfektion nicht als vollständige lufttechnische Abnahme dargestellt werden.

